PRIF Reports

Die PrEval-Report­reihe fasst die zentralen Projekt­ergebnisse zusammen. Dabei wird zum einen ein systematischer Über­blick über die Evaluations­bedarfe der deutschen Träger­land­schaft in den Präventions­feldern Islamistischer Extremismus wie Rechts­extremismus geboten, die bestehenden Kapa­zitäten für Evaluation und wissen­schaftliche Begleitung von Präventions­maß­nahmen erhoben sowie Evaluations­strukturen inter­national ver­gleichend analysiert. Zum anderen werden multi­methodische Evaluations­designs vor­gestellt, die im Rahmen der PrEval-Pilot­studien für spezifische Präventions­maß­nahmen in enger Zusammen­arbeit mit den Trägern (und teilweise auch Mittel­gebern) dieser Maß­nahmen ent­wickelt wurden.

Bislang im Rahmen der Report­reihe erschienen:


Webvideos und Livestream zur Aufklärung über Desinformation. Evaluationsansätze zu digitalen Formaten in der politischen Bildung

Die massen­hafte Verbreitung von Des­information über digitale Medien stellt die demokratische Meinungs- und Willens­bildung vor immer größere Heraus­forderungen. Die Bundes­zentrale für politische Bildung (bpb) entwickelt deshalb eigene Formate, um die Medien­kompetenz und Medien­kritik­fähigkeit junger Erwachsener zu fördern und sie am Sozialisations­ort Internet über die Gefahren von Des­information aufzuklären. Hierzu arbeitete die bpb im Projekt „UnFAKE“ mit sog. ‚Creator:­innen‘ zusammen, um deren Follower:­innen auf Augen­höhe anzusprechen und politisch bildende Inhalte über Webvideo­formate zu vermitteln.

Die Autor:­innen dieses Reports haben die Entstehung und Publikation dieser Webvideos wissen­schaftlich begleitet, um Erkenntnisse zu Prozess- und Wirkungs­evaluation solcher Formate zu gewinnen. Im Dialog mit den Mit­arbeitenden der bpb haben sie Evaluations­ansätze und partizipative Instrumente entwickelt sowie diese im Rahmen des Projekts getestet. Die Pilot­studie stellt das Projekt sowie die getesteten Evaluations­instrumente vor und diskutiert, welche Potenziale der Einsatz von Webvideos und Live­streams im Kontext politische Bildung bietet.

pdf-Download: Theis, Désirée/Verhovnik-Heinze, Melanie/Kroll, Stefan/Kierek, Keshia: Webvideos und Livestream zur Aufklärung über Desinformation. Evaluationsansätze zu digitalen Formaten in der politischen Bildung, PRIF Report 8/2021, Frankfurt/M.


Multimethodische Evaluationsdesigns: eine Erhebung der sozialwissenschaftlichen Praxis

Bei der Evaluation von sozialen Programmen, wie etwa im Bereich der Extremismus­prävention, kann es förderlich sein, mehrere Forschungs­methoden (Multimethodik) und Akteurs­perspektiven (Multiperspektivität) einzubeziehen, um dem Evaluations­gegenstand gerecht zu werden. In der Umsetzung können multimethodische Evaluationen jedoch unterschiedlich aussehen. Der vorliegende Report beschreibt auf Basis einer umfangreichen Analyse publizierter Evaluationen, wie Multimethodik und Multiperspektivität in der Breite der sozial­wissenschaftlichen Evaluations­forschung umgesetzt werden. Der Report vergleicht die Umsetzung von Multimethodik und Multi­perspektivität über verschiedene Disziplinen wie Bildung, Gesundheit, Politik, Kommunikation und Justiz hinweg und bietet damit eine Orientierungs­hilfe für ein entsprechendes Vorgehen bei der Evaluation in der Extremismus­prävention.

pdf-Download: Klöckner, Mona/Verhovnik-Heinze, Melanie/Schlicht-Schmälzle, Raphaela/Nakamura, Reiko/Strunk, Julius: Multimethodische Evaluationsdesigns: eine Erhebung der sozialwissenschaftlichen Praxis, PRIF Report 1/2022, Frankfurt/M.


Erfahrungen aus der Evaluationsplanung eines Aussteigerprogramms. Voraussetzungen für Wirksamkeitserfassung in der tertiären Extremismusprävention

Das Aussteiger­programm Islamismus des Landes Nordrhein-­Westfalen (API) und der Forschungs­verbund PrEval bereiten gemeinsam die Ausschreibung einer wirkungs­orientierten Evaluation des API-­Programms vor. Im vorliegenden Report beschreiben die Autor:­innen das notwendige dialogische Vorgehen bei der Vorbereitung des Evaluations­prozesses und leiten daraus Empfehlungen für die beteiligten Evaluations­akteure ab. Diese systematische Reflexion über die Vorbereitung eines wirkungs­orientierten Evaluations­designs bietet eine Orientierungs­hilfe für Auftrag­gebende von Evaluationen, Evaluierende, evaluierte Projekte und Programme, aber auch Zuwendungs­geber.

pdf-Download: Klöckner, Mona/Koynova, Svetla/Liebich, Johanna/Neef, Lisa (2021): Erfahrungen aus der Evaluationsplanung eines Aussteigerprogramms. Voraussetzungen für Wirksamkeitserfassung in der tertiären Extremismusprävention, PRIF Report 6/2021, Frankfurt/M.


Erfolgsbedingungen und Herausforderungen für die Zusammenarbeit von Fachpraxis und Wissenschaft bei der Evaluation von Angeboten politischer Bildung

Die Frage, wie Maß­nahmen der politischen Bildung und zur Extremismus­prävention wirkungs­voll evaluiert werden können, um ihre Qualität sicher­zu­stellen, ist von hoher Relevanz – sowohl für die Fach­praxis als auch für die zu­ständigen Behörden. Eine Zusammen­arbeit zwischen Fachpraxis und Wissen­schaft kann dazu bei­tragen, Evaluations­vorhaben und Prozesse der Qualitäts­sicherung bedarfs­gerecht und praxis­relevant um­zu­setzen. Der vor­liegende Report zeichnet anhand einer Pilot­studie exem­plarisch nach, wie diese Zusammen­arbeit bei der Ent­wicklung von Evaluations­designs ge­staltet werden kann. Die Autor:innen analysieren die Heraus­forderungen und Erfolgs­bedingungen auch im Hin­blick auf weitere Evaluations­vorhaben. Dabei gehen sie besonders auf die Prinzipien der Parti­zipation, der Multi­perspektivität und der Multi­methodik ein.

pdf-Download: Schlicht-Schmälzle, Raphaela/Theis, Désirée/Tultschinetski, Sina/Verhovnik-Heinze, Melanie/Kautz, Christian/Kirchmann, Maryam (2021): Erfolgsbedingungen und Herausforderungen für die Zusammenarbeit von Fachpraxis und Wissenschaft bei der Evaluation von Angeboten politischer Bildung, PRIF Report 5/2021, Frankfurt/M.


Außerdem im Rahmen des PrEval-Projekts als GPPi-Study erschienen:

Extremismusprävention evaluieren: Institutionelle Strukturen im internationalen Vergleich

Um aus Eva­luationen den größt­möglichen Nutzen zu ziehen, kommt es wesent­lich darauf an, effektive insti­tutionelle Strukturen auf­zu­bauen. Diese wirken sich maß­geblich darauf aus, wer Einfluss auf die Ziel­setzung, Be­auftragung, Finan­zierung und Durch­führung von Evaluationen hat und in­wieweit Eva­luations­ergebnisse dazu genutzt werden, zu­künftiges Handeln zu ge­stalten. Im Rahmen des PrEval-Projekts unter­sucht diese Studie inter­nationale Beispiele für solche Eva­luations­strukturen. Die Autor:innen gehen ins­besondere auf jene Lehren aus dem inter­nationalen Kontext ein, die als Grund­lage für die Weiter­entwicklung der deutschen Extremismus­präven­tions­land­schaft dienen können.

pdf-Download: Asena Baykal, Asena/Bressan, Sarah/Friedrich, Julia/Pasquali, Giulia/Rotmann, Philipp/Wagner, Marie (2021): Extremismusprävention evaluieren: Institutionelle Strukturen im internationalen Vergleich. GPPi-Study, Berlin.

Die Studie ist parallel auch auf Englisch erschienen.