PrEval Studie 6/2025

Trust, Tone, Timing, and Tech
Assessing Digital P/CVE Counselling Services and Challenges for Evaluation Practice
 

Juliane Kanitz (i-unito); Maximilian Campos Ruf (Violence Prevention Network); Svetla Koynova (Violence Prevention Network); David Tschöp (Violence Prevention Network); Franziska Heil (PRIF)

Digitale Technologien halten zunehmend Einzug in die individuelle Beratungsarbeit der Sekundär- und Tertiärprävention. Neben klassischer Teleberatung kommen heute interaktive Plattformen, Chatbots zur Erstansprache oder sogar erste KI-gestützte Anwendungen zum Einsatz. Diese Entwicklungen eröffnen Chancen, aber stellen Fachpraxis und Evaluationsforschung auch vor neue Herausforderungen: Wie lassen sich Qualität und Wirkung solcher digital gestützten Angebote angemessen bewerten? Und welche methodischen und ethischen Fragen entstehen dabei?

Diese PrEval-Pilotstudie nimmt aktuelle Entwicklungen in Deutschland, Europa und ausgewählten internationalen Kontexten in den Blick. Basierend auf qualitativen Erhebungen wie Interviews und Fokusgruppengesprächen im Zeitraum von 2024 bis 2025 kartiert sie zentrale Herausforderungen, sammelt Erkenntnisse aus ersten Praxisansätzen und entwickelt praxisnahe Vorschläge, wie Evaluationen in diesem dynamischen Feld gestaltet werden können.

Die Ergebnisse liefern wertvolle Anknüpfungspunkte für Evaluierende, politische Entscheidungsträger*innen, Fördermittelgebende und die Wissenschaft, um die Qualitätssicherung digitaler Beratungsangebote weiterzuentwickeln.


Die Autor*innen

Juliane Kanitz, Dr., ist Islamwissenschaftlerin und Sozialanthropologin. Sie leitet Evaluationsforschung bei i-unito und entwickelt Methoden, um Wirkung und Lernprozesse in der Online-Prävention sichtbar zu machen. Ihr Fokus liegt auf praxisnaher, qualitativ fundierter Evaluation.

Maximilian Campos Ruf ist Islam- und Sozialwissenschaftler mit Fokus auf Terrorismus- und Sicherheitsstudien. Er ist Leiter des Fachbereichs Wissenschaft bei Violence Prevention Network gGmbH. Seine aktuellen Schwerpunkte umfassen internationale Zusammenarbeit, die Kooperation zwischen Sicherheitsbehörden und der Zivilgesellschaft, MEL-Prozesse sowie die Erforschung hybrider Radikalisierungsphänomene.

Svetla Koynova ist Politikwissenschaftlerin und Religionssoziologin mit Schwerpunkt auf interkulturellem und transkulturellem Management. Zusammen mit Maximilian Campos Ruf leitet sie den Fachbereich Wissenschaft bei Violence Prevention Network gGmbH. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Monitoring, Evaluation und Lernprozesse, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Radikalisierung.

David Tschöp ist Sozialwissenschaftler. Er war von 2022 bis 2024 zunächst studentischer und anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Fachbereichen Wissenschaft und Internationales bei Violence Prevention Network gGmbH.

Franziska Heil ist Pädagogin und Kriminologin, deren Arbeitsschwerpunkt auf extremistischen Strategien und Prävention an der Schnittstelle von Forschung, Praxis und öffentlicher Verwaltung liegt. Am Peace Research Institute Frankfurt (PRIF) arbeitet sie im Projekt PrEval – Zukunftswerkstätten und ist Mitglied der Forschungsgruppe zu Radikalisierung, Terrorismus und Extremismusprävention. Außerdem ist sie freiberuflich in der Jugendhilfe tätig und lehrt „Extremismus” an der Hessischen Hochschule für Management und Sicherheit (HöMS), Fachbereich Polizei.


Fragen zur Publikation? Kontakt zu PrEval:

E-Mail: preval(at)prif.org


Weitere Informationen zur Pilotstudie

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