Klient*innenzentrierte Evaluation in komplexen Beratungssettings
Klient*innenzentrierte Evaluation in komplexen Beratungssettings
Welche Wirkung entfaltet eigentlich ein komplexes Unterstützungsnetzwerk auf den individuellen Distanzierungsprozess von Klient*innen? Und wie lassen sich diese vielschichtigen Wechselwirkungen erfassen und auswerten? Diese Fragen standen im Zentrum einer innovativen PrEval-Pilotstudie, die im Zeitraum von 2022 bis 2024 durchgeführt wurde. Anstatt nur einzelne Programme zu betrachten, wurde in dieser Untersuchung das Zusammenspiel des gesamten Hilfenetzwerks in den Blick genommen – von zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen über Ämter und Justiz bis hin zu ehrenamtlichen Angeboten oder spezialisierten Dienstleister*innen.
Um die Umsetzbarkeit einer solchen klient*innenzentrierten Evaluation zu prüfen, fand eine Zusammenarbeit mit dem Aussteigerprogramm Sachsen (APro Sachsen) statt. Zum Einsatz kamen sowohl Interviews mit Klient*innen, Berater*innen und weiteren beteiligten Akteur*innen als auch Netzwerkkarten, um die Wechselwirkungen im Hilfesystem sichtbar zu machen.
Die Ergebnisse liefern praxisnahe Empfehlungen für Fachkräfte in Distanzierungsprogrammen, ihre Kooperationspartner*innen sowie für Evaluierende, um die Wirkungen komplexer Hilfenetzwerke besser zu verstehen und gezielt zu stärken.
Publikationen
Die Untersuchung ist ein wichtiger Baustein im PrEval-Netzwerk und wird im Rahmen unterschiedlicher PrEval-Publikationen wie etwa im PrEval Monitor 2024 aufgegriffen und diskutiert.
Eine ausführliche Darstellung findet sich in unserer PrEval Studie.
Federführung
Violence Prevention Network
unter Mitarbeit von:
Juliane Kanitz (i-unito)
Ansprechperson
Svetla Koynova
(Violence Prevention Network)
Svetla.koynova(at)violence-prevention-network.de