PrEval Studie 5/2025

Digitalgestützte Evaluation von Digitalprojekten der politischen Bildung: „Ein Klick ist nicht gleichbedeutend mit produktiver Auseinandersetzung“

Susanne Johansson (PRIF) & Andrea Prytula (DEZIM)

Immer mehr politische Bildungsprojekte nutzen den digitalen Raum mit dem Ziel, ihre Bildungsangebote (auch) virtuell umzusetzen und hierdurch zugänglicher und attraktiver zu machen bzw. unterschiedliche Bildungsprozesse im und zum Digitalen anzustoßen. Um im Rahmen von Evaluation zu untersuchen, ob diese Ziele erreicht werden, liegt es nahe, neben den analogen auch verstärkt digitale Evaluationsinstrumente einzusetzen. Genau an dieser Schnittstelle von digitalgestützter Evaluation und digitalen politischen Bildungsangeboten ergibt sich für die Evaluationsforschung ein neues Feld. 

Durch eine umfassende Literaturrecherche im deutsch- und englischsprachigen Raum und auf der Grundlage von Expert*innen-Interviews, einer Fokusgruppe, der Analyse von Monitoringdaten sowie einer partizipativ ausgerichteten Methodenwerkstatt haben die Autor*innen Spezifika, Potenziale und Herausforderungen sowie erprobte Methoden der digitalgestützten Evaluation von digitaler politischer Bildung erfasst und daraus Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung des Felds der Evaluation digitaler politischer Bildung abgeleitet. Darüber hinaus werden in Beiträgen externer Autor*innen weiterführende Methoden u.a. aus den Medien- und Kommunikationswissenschaften vorgestellt und Möglichkeiten ihres Einsatzes in der Evaluation politischer Bildung diskutiert. 


Die Autor*innen

Dr. Andrea Prytula ist promovierte Politikwissenschaftlerin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt PrEval - Zukunftswerkstätten in der Fachgruppe Demokratieförderung und demokratische Praxis am DeZIM-Institut tätig. Bis 2024 war sie an der wissenschaftlichen Begleitung des Handlungsfeldes Vielfaltgestaltung des Bundesprogramms Demokratie leben! beteiligt und befasste sich in diesem Rahmen mit Wirkungsmodellen, partizipativer Evaluation und der Digitalisierung pädagogischer Ansätze. Sie ist Contextueller Coach. 

Susanne Johansson ist Erziehungswissenschaftlerin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe Radikalisierung sowie im Projekt PrEval – Zukunftswerkstätten am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) tätig. Zuvor war sie langjährig in die Evaluation der Bundesprogramme zu Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention eingebunden. Ihre Forschungsinteressen gelten politischen Bildungsprozessen sowie qualitativer Sozialforschung und Evaluation.

Frank Greuel, Dr. rer. pol., geb. 1977, ist Erziehungswissenschaftler und seit 2009 Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut (DJI). Seit 2025 leitet er die Fachgruppe Politische Sozialisation und Demokratieförderung. Sein Forschungsinteresse gilt der Evaluation und wissenschaftlichen Begleitung von Projekten und Programmen der Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention sowie Bildungs- und Sozialisationsprozessen.

Sally Hohnstein, MA, geb. 1980, ist Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin, Anglistin/Amerikanistin und Politologin und seit 2011 Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in Projekten im Themenfeld Extremismus und Extremismusprävention, aktuell in der Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention (AFS). Sie forscht zu Rechtsextremismus im Jugendalter und pädagogischen Ansätzen für dessen Prävention u.a. im Kontext von Mediatisierung und Postmigration.

Kai Rompczyk ist Evaluator am Deutschen Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) mit einem wissenschaftlichen Hintergrund in empirischer Sozialforschung. Im DEval- Kompetenzzentrum für Methoden befasst er sich u.a. mit der Weiterentwicklung und Skalierung digitaler Evaluierungsmethoden (z. B. Geodatenanalyse) sowie der Integration von Künstlicher Intelligenz in Evaluierungsprozesse.

Ralf Schmälzle, Ph.D. (Universität Konstanz), ist Associate Professor am Department of Communication der Michigan State University. Seine Forschung konzentriert sich darauf, wie Menschen Massenkommunikationsbotschaften – sei es visuell, mündlich oder schriftlich – in verschiedenen Kontexten wie Unterhaltung, Gesundheit und Politik aufnehmen und verarbeiten.

Dr. Josephine B. Schmitt ist Wissenschaftlerin und Wissenschaftsmanagerin am Center for Advanced Internet Studies (CAIS), Bochum. Ihre Expertise liegt an der Schnittstelle von Medienpsychologie, Kommunikationswissenschaften, Medienpädagogik und Science und Technology Studies. Sie forscht u.a. zu Extremismus und politischer Bildung und entwickelt Materialien für die Präventionspraxis.

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